Zum Frauenstreik

Frauensolidarität oder Diskriminierung?

Die Schweizer Familienpolitik hat sich bis anhin auf den Grundsatz des Liberalismus, der Wahlfreiheit jeder Familie bezogen. Die geleisteten Erziehungs- und Hauswirtschaftsarbeiten wurden geschätzt, aber nicht finanziell abgegolten. Dies zu Recht, da Frauen und Männer selbstbestimmt einen Beruf erlernen und sich zu einem Zusammenleben und einer Elternschaft entschliessen können. Die ca. sechs Milliarden Gratis-Arbeitsstunden sind volkswirtschaftlich und für das Wohl der Kinder unersetzlich. Studien aus den skandinavischen Ländern zeigen, dass die hohe Zahl der psychosomatischen Erkrankungen von Kindern auf die verfehlte 40-jährige «Gruppenerziehung» zurückzuführen sind.
Deshalb hat sich die SVP stets dafür eingesetzt, dass für jedes Kind ein Steuerabzug gemacht werden kann. Doch kann festgestellt werden, dass die am Frauenstreik viel gepriesene Solidarität jeweils nur den Frauen gilt, welche dieselbe Meinung vertreten. Das zeigen deren Forderungen: Kinder von 0-4 Jahren sollten vom Staat verordnet eine Frühförderung erhalten, und für die Kinderbetreuung in Kindertagesstätten sollen pro Kind 25 000 CHF im Jahr von den Steuern abgezogen werden können. Die Eltern, welche sich selbst für die Kinderbetreuung und -erziehung einsetzen, sollen jedoch leer ausgehen. Diese Diskriminierung darf nicht akzeptiert werden!
Juni 2019


Fakten zur Sozialhilfe

Der materielle Grundbedarf für Sozialhilfeempfänger ist ein Barbetrag, welcher sich für eine Einzelperson folgendermassen zusammensetzt:
- Nahrungsmittel/ Getränke/Zigaretten: 12 CHF/ Tag;
- Kleider und Schuhe: 85 CHF/ Monat;
- Internet/ Telefon/Radio/TV: 173 CHF/ Monat;
- Haushalt und persönliche Pflege: 97 CHF/ Monat;
- Energiekosten (ohne Wohnnebenkosten): 46 CHF/ Monat;
- Freizeit: 146 CHF/ Monat;
- Öffentliche Verkehrsmittel: 55 CHF/ Monat;
- zusätzlich für Geschenke etc.: 29 CHF/ Monat.
Zusätzlich werden die medizinische Grundversorgung wie Krankenkasse, Franchise, Zahnarzt und die Wohnkosten von der Sozialhilfe übernommen. Dazu werden Integrationszulagen, Erwerbsfreibeträge und situationsbedingte Leistungen wie z.B. Kita-Kosten, Brillen, Musikschule, usw. den Sozialhilfebezüger/-innen vergütet. Dies alles steuerfrei!
Falls Sie auch finden, dass diese Leistungen um 8% reduziert werden können, stimmen Sie Ja zum Vorschlag des Grossen Rates zum Sozialhilfegesetz.